Fit und Agil nicht nur im Alter
Fit und Agil nicht nur im Alter

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte

 

Es ist Heiligabend.

In den Häusern ist Ruhe eingekehrt, auf den Straßen sind nur noch vereinzelte  Autos zusehen. Die Geschäfte sind geschlossen, wo heute Nachmittag noch volle Regale die Leute zum Kauf lockten, herrscht eine gähnende Leere. Der Weihnachtsschmuck ist abgeschaltet ,vereinzelt liegt noch Lametta auf den Boden. Die Angestellten haben Feierabend und sind nach Hause gegangen, froh das dieser Trubel vorbei ist.

Draußen fängt es an zu schneien. Weiße Eiskristalle  fallen zu Boden, kein Kristall ist wie das andere, sie leuchten im hellen Licht der Straßenlaternen.

Die meisten Familien sitzen schon im Wohnzimmer und packen ihre Geschenke aus, es ist die Zeit der Bescherung.

Der Vater hat sich zu Weihnachten ein Surface ausgesucht, die Mutter hatte sich ein Apple Tablett natürlich mit WLAN gekauft.

Die Kinder durften sich ihre Geschenke selber aussuchen. Der Sohn17 Jahre kaufte sich eine neue vie natürlich mit einem Helm für das 3D sehen. Die Tochter gerade mal 12 Jahre alt bekam das teuerste Handy von Apple. Es musste das allerneueste sein , ihre Freunde hatten das auch schon .

So saßen alle am Heiligabend in einem Zimmer und probierten jeder für sich die neuen Geräte aus.. Der Vater fluchte weil er mit dem Surface nicht klar kommt.

Die Mutter ist sauer weil niemand ihr erklärt oder half wie das Tablett funktioniert, ebenso die Kinder die mit ihren Geräten nicht klar kamen. Um 22 Uhr sagt der Sohn ich gehe noch mit meinen Freunden ein trinken. Die Tochter fragte ob sie noch eine Stunde zur Freundin gehen könnte. So waren die Eltern Heiligabend allein. Der Vater schaltete den Fernseher ein, beide stritten sich welches Programm geschaut werden sollte.

Tag der Besinnung vorbei. 

Willkommen in unserem Jahrhundert.

Die Zeit der Vorfreude ist schon lange vorbei. Die jungen Leute von heute haben keinen Weihnachtsbaum mehr. Sie treffen sich mit ihren Freunden Heiligabend in den Kneipen, ein Tag wie jeder andere nur das es dafür Urlaub gibt.

Sie wissen nicht mehr wie besinnlich und ruhig es einmal früher war, als die Mutter im Dezember anfing die Plätzchen zu backen. 

Wir als Kinder helfen durften und wie wir heimlich die Teig Reste stibitzen. Jeder machte aus einem Teig den wir von der Mutter bekamen seine eigenen Plätzchen, da wurde nicht gespart an Zucker Perlen, Mandeln und Schoko Glasur. Die Küche sah hinterher wie ein Schlachtfeld aus. Der Vater saß im Keller und stellte die Geschenke selber her, weil es damals kein Geld gab. Das Wohnzimmer festlich geschmückt der Tannenbaum stand in der Mitte des Zimmers jeder Lamettastreifen einzeln aufgehängt, Kugeln seit Jahrzehnten 

in den Familien, wurden aufgehängt, das besondere waren die Süßigkeiten reich bestückt? Ein paar Tage später sah er ziemlich leer aus. Natürlich waren das die Weihnachtsmäuse. Ha ha das war Ich.

In unseren besten Kleidern und strahlenden Augen der Erwartung was der Weihnachtsmann uns mitgebracht hat kamen wir alle zum Essen. Die ganze Wohnung roch nach selbst gebackenen Plätzchen und Kerzenduft. Der Weihnachtsbaum mit seinen Wachskerzen strahlte , darunter lagen die Geschenke. Am liebsten hätten wir die Geschenke als erstes ausgepackt .Zuerst aber ,wurde gegessen im Hintergrund lief Weihnachtsmusik. Das Essen war zu dieser Zeit etwas besonderes gewesen. Pute gab es nur zu Weihnachten.

Endlich war es vorbei und wir durften die Geschenke auspacken. Gemeinsam saßen alle auf den Boden und nacheinander wurde geschaut was in den Päckchen war. Die Eltern schauten in strahlende Kinderaugen und freuten sich mit Ihnen.

Vorbei diese Zeit, Plätzchen vom Discounter. Essen vom Partyservice, Kinder und Enkel bekommen Geld in die Hand gedrückt mit dem Spruch kauft Euch von dem Geld etwas Schönes. 

Sind wir alle nicht selber schuld, haben wir den Kommerz nicht angefangen? Wir haben gedacht den Kindern soll es besser gehen, da werden die teuersten Designer Klamotten gekauft der Nachbar Junge hat es auch. Wenn die Eltern nein sagen bekommen sie von den Großeltern es.

Trotzdem möchte niemand Weihnachten missen.

 

von Ute Orlowski

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ute Orlowski